Klaudia Pirc, Travelling Agent ☆
Unabhängig, flexibel, organisations- und improvisationsfähig, mehrsprachig, kommunikationserfahren, neugierig, mit einem guten Gespür für Geschichten. Als Travelling Agent mache ich auf Reisen, was ich auch als Kulturwerkzeug biete. Dann aber mit mobilem Equipment und mit dem Team vor Ort. Kenntnisse Bereiste...
Einsatzorte ✈
Weltweit, Stadt, Land, Fluss, Berg und Insel. Ich bin aufgeschlossen für alle Kontinente*. Ja, auch für die Antarktis. Bisheriger Schwerpunkt sind allerdings Europa und Asien. Ich bin für Reiseunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum als Travelling Agent kurzfristig und flexibel einsetzbar. Kulturell aufgeschlossen und...
Aufgabengebiete ✍
Social Media Tourbegleitung (Twitter, Facebook, Videos, Fotos, Blogbeiträge, Interviews) Liveberichterstattung Destinationsberichte Redaktion & technische Umsetzung vor Ort Social Media Workshops für Tourguides und Mitarbeiter (deutsch/englisch) Social Media Konzeption und Strategieentwicklung Quelle: Flowtown Das wichtigste Stück...
Wochenende in Tanjung Karang
Wochenende am Strand von Tanjung Karang
Es ist Sonntag früh. Nach dem ersten Tauchgang liegen ein paar Gäste des Prince John Dive Resort auf den weißen Holzliegen. Aus dem türkisgrünen Wasser ragen zwei orangene Schnorchelspitzen. Zitronenfalter eilen von einer Seite des Sandstrandes zur anderen und wieder zurück.
Und dann, irgendwann im Laufe des Vormittags, flanieren Leute mit langen Hosen, Kaputzenpullis und Sneakers am Strand entlang. Manche tragen Motorradhelme, manche Kopftücher. Es ist Wochenende und die Leute aus Donggala und Palu kommen hierher, um sich zu entspannen und mit Freunden und der Familie einen Tag am Strand von Tanjung Karang zu verbringen.

Tanjung Karang ist ein kleines Fischerdörfchen, das sich direkt links an das Prince John Dive Resort anschmiegt. Tanjung Karang bedeutet Korallen-Halbinsel und die Strände hier sind ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen. Rechts vom Prince John Dive Resort und unterhalb der Gästebungalows, die in ungefähr zehn Metern Höhe über dem Meer und dem schmalen Strandstreifen liegen, reihen sich kleine überdachte Stände aneinander. Einwohner Tanjung Karangs verkaufen hier Getränke und Essen, pisang goreng zum Beispiel (gebackene Banane), vermieten Schlauchreifen und Schnorchel-Ausrüstung. Von Tanjung Karang gleiten Glasboden-Katamarane in einem kleinen Bogen mit einheimischen Touristen über die Korallen-Riffe hinweg, rüber zu den Ständen und wieder zurück. Aus sicherer Entfernung fotografieren Einige die Gäste des Prince John auf ihren Liegen, winken rüber und amüsieren sich. Und die Gäste fotografieren das Treiben am Strand und auf den Booten. Und amüsieren sich.

Gegen Ende des Tages werden die Ausflügler noch ausgelassener. Katamarane werden geentert und als Sprungbrett benutzt. Im Wasser wird gedöppt, geplanscht, geschnorchelt und gepaddelt. Über Wasser gelacht und gesungen. Teenager posieren, knipsen Handyfotos und schreiben SMS. Bevor es kurz vor 18 Uhr anfängt zu dämmern, werden die Gäste vom Prince John als Fotomotiv entdeckt. „Hello Mister! Foto! Foto?” fragen sie lächelnd und kichern. Wer das OK für ein Foto gibt, sollte sich aber nicht wundern, wenn dann alle Freunde des Fragenden nacheinander auf der eigenen Liege Platz nehmen wollen, um ebenfalls ein fotografisches Andenken zu erhalten.


Fotos: Klaudia Pirc
MehrFünf-Kubikmeter-Königreich
Unter einem geräumigen mit großen Blumen bedruckten Moskitonetz sitze ich im Schneidersitz im Dunkeln auf meiner 160cm-Matratze. Vor mir, die weit geöffneten Flügeltüren des kleinen, auf Stelzen gebauten Holzbungalows, die Terrasse mit zwei Stühlen und einem kleinen Rattantisch. Zwischen den Bodenbrettern dringt das Licht der unter der Terrasse angebrachten Lampe ganz leicht in Streifen nach oben. Vor mir ein paar Bäume, dann das Meer. In der Hülle dieses Moskitonetzes bin ich Königin und herrsche über ein Netbook, eine Taschenlampe, einheimische Antimücken-Creme, zwei Notizbücher, ein Stift, mein Handy, zwei Kissen, zwei Decken und eine Flasche Wasser.
Ich trage nur einen Bikini. Und ein Lächeln im Gesicht.

Foto: vom Bett aus. Keine Nachtaufnahme, natürlich
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